Blog zur Personalqualifizierung am Fraunhofer IFAM

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  • Image: DIN 35255 - Faserverbundwerkstoffe
    © KI-generierte Illustration

    Mit der Veröffentlichung der DIN 35255 liegt erstmals eine eigenständige Norm für die qualitätsgerechte Entwicklung von Faserverbundbauteilen vor. Sie schließt eine wichtige Lücke im Qualitätsmanagement und stellt neue Anforderungen an Unternehmen, die Composite-Strukturen entwickeln, planen und fertigen. Um den Transfer in die betriebliche Praxis gezielt zu unterstützen, bietet das Fraunhofer IFAM im März 2026 einen Workshop an. Im Gespräch erklärt Stefan Simon, welche Ziele die Norm verfolgt, wie Unternehmen von ihrer Anwendung profitieren können – und was die Teilnehmenden im Workshop erwartet.

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  • Image: Bremer Stadtmusikanten
    © Fraunhofer IFAM

    Seit 30 Jahren setzt »Kleben in Bremen« Maßstäbe: Was 1994 mit einer kleinen Gruppe begann, ist heute ein weltweit anerkanntes Personalqualifizierungssystem für die moderne Klebtechnik. Ein Rückblick auf die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven dieser Erfolgsgeschichte.

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  • © Fraunhofer IFAM

    Sicherheit durch Normen: Die Schlüsselrolle von QS-Normen in der Kleb- und Faserverbundtechnologie

    Das Produktsicherheitsgesetz (PSG) verlangt einen "Stand der Technik" für sichere Produkte. Bei anspruchsvollen Prozessen wie Kleb- und Faserverbundtechnik, die nicht zerstörungsfrei geprüft werden können, fordert die ISO 9001 ein Qualitätsmanagementsystem. Um den gesetzlichen Standard zu erfüllen, werden spezifische Qualitätssicherungsnormen eingeführt, die auf technologisch spezifische Anforderungen abzielen und den gesamten Produktlebenszyklus abdecken.

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  • Frau mit Zahnrädern, Paragraphen und Schaltplan.

    Komplexität trifft auf Präzision: Neue Klebnormen verbinden Technologie, Recht und Qualitätssicherung in der Industrie und im Schiffbau.

    So ganz „neu“ sind die „neuen“ Klebnormen zur Qualitätssicherung ja eigentlich nicht! 😊 Bei der jetzt für die allgemeine Industrie veröffentlichten DIN EN ISO 21368:2024 „Klebstoffe – Leitlinien für die Herstellung geklebter Strukturen und Berichtsverfahren, die für die Risikobewertung solcher Strukturen geeignet sind“ handelt es sich um die deutsche Fassung der EN ISO 21368:2023, die wiederum auf der ISO 21368:2022 beruht.

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  • Frau mit Zahnrädern, Paragraphen und Schaltplan.

    Komplexität trifft auf Präzision: Neue Klebnormen verbinden Technologie, Recht und Qualitätssicherung in der Industrie und im Schiffbau.

    Die neue DIN 35255 setzt einen Meilenstein in der Qualitätssicherung für die Composite-Technologie: Von der Produktidee bis zum fertigen Faserverbund-Bauteil definiert sie erstmals umfassende Standards für Produkte und Prozesse. Ein innovativer Schritt, der das Produktsicherheitsgesetz, Qualitätsmanagementsysteme und den „Stand der Technik“ zu einem starken Fundament verbindet!

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  • Prof. Dr. Andreas Groß

    Die Gestaltungsräume in Industrie und Handwerk unterliegen aufgrund sich stetig sich verändernder technischer, gesellschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen einem kontinuierlichen Wandlungsprozess. Dieser Wandel betrifft insbesondere auch die Klebtechnik, da diese heute in nahezu allen Bereichen und Branchen eine essenzielle Verbindungstechnik ist. »Die Klebtechnik besitzt technologisch, ökologisch und ökonomisch großes Potenzial als führende Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts und ist so die Basis für dringend benötigte Innovationen quer durch alle Branchen.«, so Professor Dr. Andreas Groß, Abteilungsleiter »Weiterbildung und Technologietransfer« am Fraunhofer IFAM (Bremen). Nur muss diese Erkenntnis auf den politischen Entscheiderebenen endlich ankommen, denn Bürokratismus und Regulierungsdirigismus entwickeln sich zum unnötigen Spannungsfeld.

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  • Image: Klebtechnik und Kreislaufwirtschaft
    © Fraunhofer IFAM

    Der im EU-Aktionsplan Kreislaufwirtschaft beschriebene Übergang von der Linearwirtschaft (die sog. »Wegwerf-Wirtschaft«) in eine Kreislaufwirtschaft wird leider in der landläufigen Betrachtung und politischen Bewertung fälschlicherweise allzu oft auf das Thema »Recycling« reduziert. Dabei gibt der Aktionsplan Kreislaufwirtschaft hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeitsbewertung insgesamt einen weit umfassenderen, ganzheitlichen Ansatz vor und fokussiert sich nicht auf Einzelelemente wie z.B. »Recycling«. Zentrale Bestandteile dieser Ganzheitlichkeit sind die EU-Abfallrahmenrichtlinie mit ihrer fünfstufigen Abfallhierarchie und das ebenfalls hierarchische Katalogisierungssystem der EU-Kommission mit seinen neun R-Strategien. Sie sind der Wegweiser für einen Bezug zwischen Ökodesign und Kreislaufwirtschaft. In diesem Kontext leistet die Klebtechnik schon heute herausragende Beiträge, die für ihre technologisch, gesellschaftlich und politisch richtige Einordnung berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig steht diese ganzheitliche Einordnung - entgegen der landläufigen und politischen Bewertung - einem »Recycling« nicht entgegen. Im Gegenteil, der Klebstoff zwischen den geklebten Fügeteilen ist ein Schlüssel, Verbindungen auch wieder trennen zu können, also auch für Recycling und Reparatur.

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    Die EU plant im Rahmen des europäischen Green Deals mit ihrer 2020 veröffentlichten »Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit« zahlreiche weitere Maßnahmen zum Gesundheits- und Umweltschutz. Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für das europäische Chemikalienrecht und damit auch für die Klebtechnik. »Im Rahmen dieser Chemikalienstrategie käme es möglicherweise zu einem Paradigmenwechsel, d.h. die bisherige risikobasierte Bewertung von Chemikalien und Gefahrstoffen (Gefahrstoffdefinition nach europäischer CLP-Verordnung) würde zukünftig durch eine gefahrenbasierte Bewertung ersetzt«, so Professor Dr. Andreas Groß, Abteilungsleiter »Weiterbildung und Technologietransfer« am Fraunhofer IFAM (Bremen). Damit entsteht auch für die Klebtechnik ein essenzielles Problem, denn aus einem beherrschbaren Tiger würde ein Meerschweinchen.

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  • Das Reparaturverfahren: Ein entscheidender Aspekt beim Einsatz von Faserverbundkunststoffen

    3 Fragen an …Claas Hoffmann über die Chancen und Herausforderungen bei der Reparatur von Faserverbundkunststoffen

    Faserverbundkunststoffe erfordern umfassende Kenntnisse und fachgerechte Reparaturmöglichkeiten
    © Fraunhofer IFAM

    Faserverbundkunststoffe erfordern umfassende Kenntnisse und fachgerechte Reparaturmöglichkeiten.

    Faserverstärkte Kunststoffe weisen in der Regel hohe spezifische Steifigkeiten und Festigkeiten auf. Dies macht sie zu geeigneten Werkstoffen im Leichtbau. Sie werden in der Luftfahrt, Marine, Windenergie, dem Schienenfahrzeugbau und vielen weiteren Branchen eingesetzt. In der Anwendung sind sie jedoch enormen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die die Lebensdauer nachteilig beeinflussen können: Temperaturschwankungen, Feuchte, UV-Strahlung, mechanische Beanspruchungen, Salze oder andere chemische Verbindungen. Die Folgeschäden sind oftmals gar nicht sichtbar und werden nicht wahrgenommen, doch das kann fatale Folgen haben. Daher sind umfassende Kenntnisse über die Eigenschaften von Faserverbundkunststoffen nötig sowie die Möglichkeit einer fachgerechten Reparatur. Wir haben bei Claas Hoffmann, Leitung der praktischen Weiterbildung im Bereich Faserverbundtechnik, nachgefragt, welche Herausforderungen und aktuellen Trends bestehen sowie, worin der entscheidende Unterschied zwischen Reparatur und Produktion liegt.

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  • 25 Jahre Kleben in Bremen

    Ein Missverständnis ist eine kommunikative Störung, die aus dem Differenzwert zwischen dem Gemeinten eines Senders und dem Verstandenen beim Empfänger besteht. Es tritt oft aufgrund von fehlendem Wissen auf. Dem wollen wir mit diesem Blogartikel entgegenwirken, wenn es um die missverstandene Rolle der Klebtechnik in Diskussionen rund um Kreislaufwirtschaft geht.

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  • Dr. Franken ist seit 25 Jahren für die Henkel AG tätig. Klebstoff macht bei dem Konzern, der auch für Consumer Goods wie Shampoo bekannt ist, rund 50 Prozent des Umsatzes aus. Seine Laufbahn begonnen hat Dr. Franken im Bereich der Schuhklebstoffe. Seit 2021 trägt er im Bereich der Automobiltechnik Verantwortung. Im Bereich der Automobiltechnik entwickeln die Experten von Henkel auch beispielsweise die Reinigungsmittel, mit welchen Oberflächen für Klebungen vorbehandelt werden.

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