Faserverbundkunststoff-Instandsetzer

In allen Bereichen des Leichtbaus der Industrie spielen Faserverbundkunststoffe (FVK) eine tragende Rolle. Um den Werkstoff FVK allerdings fachgerecht einsetzen und sein innovatives Potenzial voll ausschöpfen zu können, bedarf es qualifizierten Personals. Diese Fachleute müssen die Besonderheiten des Werkstoffs kennen und verstehen, sowie das Zusammenspiel von Material und Fertigungsverfahren überblicken – denn FVK ist nicht gleich FVK.

Einwöchiger Kurs für FVK-Wartung, -Bearbeitung und -Reparatur

Der eigentliche Werkstoff wird aus verschiedenen Bestandteilen hergestellt, wobei in der Praxis die Wahl jeder einzelnen Komponente und auch die Entscheidung für ein bestimmtes Herstellungsverfahren großen Einfluss auf die Eigenschaften des entstehenden Werkstoffs und somit des Bauteils hat. Das Fraunhofer IFAM bietet daher den einwöchigen Kurs »Faserverbundkunstoff-Instandsetzer« an, der die Teilnehmer befähigt, qualitativ hochwertige Faserverbundstrukturen zu warten, sowie FVK zu bearbeiten und zu reparieren.

Zielgruppe

Angesprochen werden Mitarbeiter von Firmen, die in ihrer beruflichen Praxis Faserverbundkunststoffe nach Arbeitsanweisungen selbstständig warten, reparieren und bearbeiten. Die Teilnehmer müssen die Unterrichtssprache so weit beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen und die Prüfung ablegen können.

Qualifizierungsziele

Die Teilnehmer werden für den Einsatz in der Instandsetzung und der betrieblichen Fertigung qualifiziert. Die Weiterbildung befähigt die Teilnehmer, Arbeitsanweisungen in ihren jeweiligen Zusammenhängen fachgerecht umzusetzen. Sie sind nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, qualitativ hochwertige Faserverbundstrukturen zu bearbeiten und zu reparieren.

Ausführliche Informationen

Dauer

40 Std.

Lehrgangsgebühren

Die aktuellen Lehrgangsgebühren finden Sie, wenn Sie bei "Termine und Anmeldung" auf den entprechenden Kurs klicken.

Termine und Anmeldung

FVK-I-2-17
27.11. - 01.12.2017

FVK-I-1-18
14.05. - 18.05.2018

FVK-I-2-18
22.10. - 26.10.2018

Inhalte

Grundlagen, Materialien, Reparaturverfahren, Qualitätssicherung, Arbeits- und Umweltschutz

Zugangsvoraussetzungen

Beherrschung der Unterrichtssprache

Prüfungen

Der Lehrgang endet mit einer mündlichen und praktischen Abschlussprüfung. Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist die regelmäßige Kursteilnahme.

Zertifizierung und Akkreditierung

DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO/IEC 17025, DIN EN ISO/IEC 17024

Branchen

Schienenfahrzeugbau, Automotiv, Maschinen-und Anlagenbau, Transportmittelbau, Windkraft und andere

Grundlagen

Am Anfang des Lehrgangs steht die Einführung in die faserverstärkten Kunststoffe (FVK). Die Teilnehmer lernen die Besonderheiten dieser Materialien kennen und verstehen. Außerdem wird vermittelt, worauf bei der Instandsetzung von Faserverbundkunststoffen speziell geachtet werden muss.

Materialien

Dieser Lehrgangsteil vermittelt Kenntnisse über die verschiedenen Komponenten (Fasern, Matrixmaterialien, Kernwerkstoffe, Füllstoffe), aus denen Faserverbundkunststoffe bestehen und die bei Reparaturen verwendet werden, sowie ihren Einfluss auf die späteren Bauteileigenschaften.

Reparaturverfahren

Eine fachgerechte Reparatur ist Voraussetzung für die Einsatzfähigkeit des instandgesetzten Bauteils. Die Teilnehmer werden in die Grundlagen der Reparaturtechnik eingeführt. Neben den notwendigen Vorarbeiten werden unterschiedliche Strategien zur Reparatur von Faserverbundbauteilen vorgestellt und anhand von praktischen Übungen erlernt. Darüber hinaus wird das Erkennen und Vermeiden von Fehlerquellen behandelt.

Qualitätssicherung

In diesem Teil der Weiterbildung werden die relevanten Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der Instandsetzung von Faserverbundkunststoffen vorgestellt. Dazu gehören neben der sachgemäßen Lagerung und Verarbeitung der Rohstoffe auch fachgerechte Oberflächenvorbehandlungen zur Herstellung qualitativ hochwertiger Reparaturen.

Arbeits- und Umweltschutz

Die grundlegenden Regeln zur Erkennung potenzieller Gefahren beim Umgang mit Fasern und Kunststoffkomponenten sowie den in Reparatur- und Herstellungsprozessen eingesetzten Hilfsstoffen werden vermittelt. Außerdem wird auf den zweckmäßigen Einsatz von Arbeitsmitteln und Schutzausrüstung eingegangen.